Schenker Verkauf / Integration in DSV

    • onkelp schrieb:

      In Osnabrück könnte ich mir vorstellen, das der Stückgutbereich zu DSV geht, da die ein neues Terminal direkt an der Autobahn haben. Der alte Schenker Standort könnte aufgegeben oder als Lager genutzt werden.
      Im Schnitt hat DSV die moderneren Speditionsanlagen.
      Nach dem Ausstieg aus IDS werden die sieben Standorte das Eingangsvolumen der anderen 45 IDS Standorte verlieren, schätze ca. 75-85%.
      Bei solchen Großfusionen gibt es die Faustregel, das ca. 15% des Geschäfts auf den Markt kommen.
      Also auch ein Rückgang beim Ausgangsvolumen DSV + Schenker Stand heute.
      Ein weiterer Faktor ist die maue Wirtschaftslage , das Aufkommen insgesamt stagniert bzw. ist rückläufig.

      Da muss DSV dann zügig bei den Kapazitäten gegensteuern und Standorte zusammenlegen.
    • LKW Alter schrieb:

      plus noch den Büros / Standorten, in denen nur Luft+See abgewickelt wird.
      Lt. den Pressemeldungen wird die Integration ab dem dritten Quartal 2025 mit den See- und Luftfrachtaktivitäten beginnen.
      Die heutigen DSV Sea & Air Standorte sind in der Masse ehemalige Panalpina Standorte.
      Dort ist die Standortdoppelung nahe 100%. Überall wo DSV Sea & Air ist, ist eine Schenker See-und Luftfracht-Geschäftsstelle in der Nähe.
      Es dürften ca. 15 Standorte sein.
      Da Schenker in diesem Segment größer ist, ist es wahrscheinlich, dass die heutigen DSV See- und Luftfracht-Leute in den ex-Schenker Standorten mit einziehen.

      Neben den großen DSV Road Standorten, die heute bei IDS sind, gibt es noch ein paar kleinere DSV Road-Standorte, die vermutlich nur LTL/FTL machen.
    • Ahnungslos 3.0 schrieb:

      Neben den großen DSV Road Standorten, die heute bei IDS sind, gibt es noch ein paar kleinere DSV Road-Standorte, die vermutlich nur LTL/FTL machen.
      Sind mehr wie gedacht.
      TC listet neben den sieben großen DSV Road Standorten im IDS- Verbund noch neun weitere DSV Road Standorte in DE auf.
      Diese neun haben insgesamt 83 TC Kontakte = Disponenten.
      Es sind nicht nur reine Büro-/Dispositionsstandorte dabei, sondern auch ehemalige LEP/Agility-Häuser und Panalpina-Häuser, die europäische Stückgutverkehre hatten.
      Der zahlenmäßig größte Standort ist 20097 HH mit 22 TC-Kontakten.
      Nürnberg ist der ehemalige Panalpina-Standort (einer der wenigen in DE die im Landverkehr sehr aktiv waren), in Hannover ist es die ehemalige LEP/Agility-Adresse (die machten mal viel Richtung Spanien + Portugal)
    • Bei TC Ebid sind einige Ausschreibungen für die Wechselbrücken Linienverkehre ab DSV Aschaffenburg; vor allem zu den bisherigen Schenker Standorten, die die IDS Partner ersetzen.
      Die Ausschreibungen wurden noch vom zentralen Netzwerk Carrier Management bei Schenker Frankurt platziert.

      Im Rhein-Main-Gebiet hat DSV zukünftig zwei große Stückgut-Standorte:
      DSV Aschaffenburg und die bisherige Schenker Stückgut-Niederlassung in 60314 Frankfurt.
      Daneben gibt es noch den Schenker-Standort in Waldlaubersheim bei Bingen, dessen Einzugsgebiet vermutlich bis Mainz reicht.

      Mal sehen, ob diese Struktur im neuen DSV-Netz auf Dauer bestehen bleibt.
    • In der DVZ ist ein großes Interview mit dem ehemaligen Schenker Europa-Chef und neuen CEO der Sparte DSV Road, Helmut Schweighofer.

      Zur neuen Struktur und Standortschließungen hält er sich verständlicherweise bedeckt.
      Konkrete Aussagen:
      - Das Schenker IT System soll übernommen werden (unklar ob es sich nur auf den Landverkehr bezieht)
      - bis 2028 soll die Profitabilität wieder erreicht werden, die DSV vor dem Zusammenschluss hatte
      - ungefähr ein Viertel des bisherigen Schenker Fuhrparks wären schon auf DSV umgeflaggt
      - In USA, Schweiz, Großbritannien und Dänemark wurde die Integration von Schenker schon vollzogen

      In der TC firmieren die bisherigen Schweizer Schenker-Standorte Eiken und Pfungen bereits unter DSV Logistics SA.
    • Eine interessante Zahl von DSV Road CEO Helmut Schwaighofer auf dem DVZ Stückgut-Symposium letzte Woche (Quelle: DVZ Bericht):
      Nach Abschluss der Integretation von Schenker habe man einen selbst errechneten Marktanteil von 6,5%.
      Unklar ist, ob sich die Zahl auf das europäische Landgeschäft über alle Segmente (FTL/LTL/Stückgut) bezieht oder nur auf das Stückgutsegment.
      Aber 6,5% ist schon ordentlich im zerfaserten Landverkehrsmarkt
      Man strebe weiteres Wachstum durch Aquisitionen an.
    • Mir hat heute ein befreundeter Speditionsleiter geflüstert, das es wohl massive Probleme bei der Zusammenführung gibt. Man hat die Mengen wohl etwas überschätzt, so das manches Lager über läuft.
      Terminsendungen würden aktuell abgelehnt.
      Bin gespannt wie schnell sich der Knoten löst...
      Oder es ist eine Folge des Wetters, ich weiss von einem Hamburger Sammelgut Spediteur, das die 3 Tage Schlechtwetter zu Hallenstau geführt hat. Die haben 1 Woche 15 zusätzliche LKW einsetzen müssen, um wieder auf 0 zu kommen
    • Schenker / DSV Hamburg hatte Mitte bis Ende Januar erhebliche Probleme. Dass ja am 05.01. bzw 12.01. ganz Deutschland wieder aus dem Winterschlaf erwacht und anfängt wie wild Sammelgut rauszuschicken, hatten die nicht auf dem Schirm. Dazu kam noch das Schneechaos - dann ging gar nichts mehr.

      Gab dann für ein paar Tage Ableitungsstopp aus allen Niederlassungen in Richtung Hamburg. Hat sich aber auch recht schnell wieder geregelt. Aktuell haben die wieder ganz normale Laufzeiten von 1 bis 2 Tagen in ganz Deutschland
    • Kurios ist, dass in der Timocom momentan auch die alten DSV Road Niederlassungen wie Krefeld, Aschaffenburg, Westerkappeln unter Schenker Deutschland AG erscheinen.

      Offenbar wurden die die Aktivitäten der deutschen DSV Road GmbH zunächst formal in die Schenker Deutschland AG integriert.
      Das die nicht mehr lange als Schenker Deutschland AG firmieren wird, ist anzunehmen.