So hier seht ihr wo ihr dran seit

    • So hier seht ihr wo ihr dran seit

      20. November 2008Gezänk um eine Abgabe
      Keiner vermag exakt zu sagen, wo und wann genau die Spirale des Untergangs ihren Anfang hatte. Jetzt rauscht sie mit atemberaubender Geschwindigkeit und scheinbar unaufhaltsam in den Abgrund. Wie ein Dampfhammer hat die Finanzkrise die Nutzfahrzeugindustrie erwischt. MAN verbucht weltweit 41 Prozent weniger Orders, Scania 69 Prozent in Westeuropa, Mercedes verliert 30 Prozent allein in Deutschland. Ganz übel hat es Volvo erwischt. Minus 99 Prozent Auftragseingänge in Europa ist praktisch null.

      Vorbei die Zeiten, als es irgendwo auf dem Globus immer einen Nutzfahrzeug-Boom gab. Die Weltkonjunktur ist auf Talfahrt und die Spediteure haben andere Prob leme, als sich einen neuen Truck auszusuchen, für den die meisten derzeit sowieso weder die Finanzierung noch die Ladung bekämen. Schon gar nicht, solange ungeklärt ist, wer die Mauterhöhung ab dem 1. Januar 2009 übernimmt. Sie an die Verlader durchzureichen ist angesichts der Marktlage fast unmöglich.

      Diese weinen politisch korrekt zwar dicke Krokodilstränen über die Mauterhöhung zur Unzeit, die so gar nicht in den Abschwung passe. Zahlen will indes niemand. Im Gegenteil, die meisten Verlader erwarten gar Preissenkungen. „Wir erwarten Rationalisierungen“, ist da noch ein freundlicher Kommentar. „Der Erste der kommt, fliegt raus“, die deftige Variante des immer gleichen Problems. Die Spediteure sollen die Mauterhöhung selber tragen. In keinem anderen Land wird das Gezänk um eine Abgabe, die überall anstandslos vom Kunden übernommen wird, derart zelebriert. Eine „Billich-will-ich-Gesinnung“, die wenig Raum lässt für Innovationen, Qualität oder modernes Equipment, umso mehr fürs Sparen an der falschen Stelle.
      Letztlich zählen die Kosten- und Wett bewerbsvorteile, die eine Spedition dem Kunden verschafft, nicht das Feilschen um ein paar Cent.

      Wenn alle gesunden ein bischen Verstand hätten und am 23.12.2008 Fahrer zum Arbeitsamt und Schilder auf die Zulassung würden andere Tränen in den Augen haben.

      Nein sie planen eine Fahrt nach Berlin :D :D :D :D

      Sogar die Länder entlassen während den großen Ferien ihre nicht beamtete Lehrer und lassen sie von der Allgemeinheit zahlen.

      Wir fahren für ihren Erfolg :D :D


      Verrat am Gewerbe
      Es war leider absehbar: Zum 1. Januar steigt die LKW-Maut für jeden gefahrenen Kilometer auf einer deutschen Autobahn um bis zu 90 Prozent. Die Länder haben im Bundesrat die neue Mautverordnung passieren lassen, doch zum Schluss wurde es noch unerwartet spannend. Die FDP-mitregierten Länder, welche im Oktober mit Tiefensee den Mautkompromiss ausgehandelt hatten, stellten sich plötzlich quer. Und nach dem Ausscheren Mecklenburg-Vorpommerns drohte das Vorhaben Mauterhöhung kurz vor der entscheidenden Bundesratssitzung zu scheitern. Angela Merkel, Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende, machte am Vorabend der Abstimmung mächtig Druck auf die CDU-geführten Länder.

      Ausgerechnet Hessen brachte am entscheidenden Tag die nötigen Stimmen, um Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und Kanzlerin Merkel die Mehrheit zu beschaffen. Damit fiel das unionsregierte Land der Transportbranche von unerwarteter Seite in den Rücken. Gerade Hessens Verkehrsminister Alois Rhiel war als lautstarker Retter der Entrechteten monatelang durchs Land gezogen und hatte gegen die Mauterhöhung gewettert. Noch zwei Tage vor der Bundesratsabstimmung hatte Rhiel auf dem hessischen Mobilitätskongress seinen Widerstand gegen Tiefensees Mautpläne bekräftigt.

      Entsprechend entsetzt zeigt sich die hessische Transport- und Logistikbranche, dass ausgerechnet ihr Vorzeigepolitiker umgefallen war. Rhiel wandelte sich binnen Minuten vom Helden zum Buhmann. Die ganze Branche wettert gegen den Verrat am Transportgewerbe. Dieser wird manchen Unternehmer bei den anstehenden Neuwahlen in Hessen sicher dazu verleiten, sein Kreuz bei einer anderen Partei zu setzen.
      Auswirkungen hat das hessische Verhalten jedoch bundesweit. Der schnelle Wandel vom weißen Ritter des Transportgewerbes zum Mauterhöher wird im Gedächtnis haften bleiben. Das Vertrauen der Transportunternehmer in die Politik bleibt somit nachhaltig erschüttert.

      Dieser Herr Rhiel musste aus Fulda entfernt werden, weil er genug kleinen Handwerkern in Rücken gefallen ist.

      Baumaffia ?( ?( ?(

      Nun ja die Unternehmer können ihn im Januar wieder wählen, das er ihnen wieder
      in den Rücken fällt. :evil: :evil: :evil: :evil: :evil:

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Granitteufel ()