Kabotageregeln im Kombiverkehr

    • wenn Du meinst. Der Anteil an deutscher Wertschöpfung in den bunten Boxen schwindet doch auch immer mehr, kommen doch immer mehr Teile aus den sog. LowCostCountries. Wird ja bei uns bald nur noch entwickelt und zusammengesteckt. Gepaart mit der grandiosen Bildungs- und Familien(Nachwuchs)politik steht uns eine blühende Zukunft ins Haus. Wer soll denn in 10 - 15 Jahren noch die Ideen bringen, die uns im weltweiten Wettbewerb vorne halten?

      ...und das Kapital, das inzwischen in Asien hockt und sich immer mehr europäisches Know How sichert haben die Jungs dort allein durch ihre starke Binnennachfrage geschaffen...

      CU
      Roland
      Das meiste Geld wird man beim Bezahlen los.

      Wilhelm Busch
    • Du hast ja generell schon Recht mit den Aussagen im vorherigen Beitrag. Ich kann das bloß nicht mehr hören!

      Natürlich kommen viele Komponenten auch aus dem Ausland, aber in vielen Gebieten hat Deutschland noch ein ganz gutes Standing. Von der Automobil-Industrie kommt immer noch ein großer Teil aus D bzw. Europa, im Maschinenbau ebenso. Große namenhafte Firmen werden wohl auch in Zukunft in D bleiben, ich denke da grad mal an Liebherr, Bosch, Wirtgen (haben übrigens ein Teill der Produktion aus einem LCC wieder nach D geholt...), usw..

      Klar, andere Unternehmen hats getroffen, innerhalb des letzten Monats wurden z.B. Putzmeister und Schwing nach China verkauft.
    • das ist es ja. Wenn man die Gesamtkosten des auslagerns der Fertigung betrachtet, kommt man oftmals drauf, daß die Stückkosten durch die Auslandsfertigung nicht gesunken sind, es werden halt einige Kostenstellen entlastet und die mit zusätzlichen Kosten belastet werden, sind halt grad mal nicht Projektrelevant...aber egal, die Controller die das verbrochen haben sind oftmals nicht mehr da, wenn die Wahrheit ans Licht kommt.

      VW (und die andern warscheinlich auch, aber bei VW hab ichs schon im Lastenheft gelesen...) schreibt seinen Lieferanten übrigens vor, daß ein Teil der Materialien oder Bearbeitungen in Billiglohnländern stattfinden MUSS ! Klar, die wollen ja auch in Billiglohnländern verkaufen, der heimische Markt ist ja seit langem gesättigt...

      Cu
      Roland
      Das meiste Geld wird man beim Bezahlen los.

      Wilhelm Busch
    • Der Arcese hat in Köln am Bahnhof cira 20 SZM zum trucken seiner Auflieger .
      Sind in Hausfarbe lackiert auf der tüt steht Arcese Slowacia , passt auch mit der Autonr.

      Zum Thema Billiglohländer : Ich repariere ziemlich viel selbst , wenn ich Hella teile verbaue staune ich immer wo
      das alles weg kommt .
      Ich habe bei denen das gefühl hauptsache nicht aus Lippstadt .
    • Auch sehr interessant ist das was ich auch schon seit ein Paar Wochen sehe. Jeden Morgen komme ich am gleichen in der Türkei zugelassenen Auflieger vorbei, welcher aber von verschiedenen deutschen SZM gezogen wird (teilweise stehen die morgends auch schon aufgesattelt dort). Teilweise wird da mit dem neuen Actros gezogen. Aber auch alter Actros und Axor hab ich schon gesehen. Alle in Deutschland zugelassen. Soweit ich das sehe, handelt es sich immer um den gleichen Auflieger.
    • VW lässt wirklich noch sehr viel in West-Europa herstellen, das ist wirklich nicht wenig! Da sollte man sich wirklich andere Branchen ansehen, da siehts schlimmer aus.

      Wieso soll ein Teil auch nicht aus dem Ausland kommen? Wenn es trotzdem gut ist?

      @1840
      Wo siehst du die? Kann sein dass das ekol Trailer sind (gute Spedition im Übrigen!), die arbeiten mit irgendeiner deutschen Spedition an der A7 zusammen, Süddeutschland.
    • Ekol schickt im Ro Ro Verkehr bis Triest und dann im Kombi Ganzzüge!

      In Worms haben sie auch einen Standort! Haben Deutsche Fahrer drauf!

      Andere Türk Spedis schicken nach Triest und haben D Fahrer die sie holen und in der EU ausfahren!

      Der Türke macht ja auch den nahen Osten was mal Hungaria und Betz seine Bulgaren Truppe gemacht hat!
    • 1840LH schrieb:

      Also ich muss sagen, es gibt sehr viele gute türkische Speditionen. Auch einige deutsch-türkische "klein" Unternehmer sind echt super.
      Kann ich nur bestätigen. Insbesondere die Jungs die direkt aus der Türkei kommen wissen im Gegensatz von unseren Warmduschern die ich hier Kraftfahrer nennen noch wie man mal nen Reifen wechselt ohne Vergölst zu rufen. Außerdem wissen die was Gillette herstellt und laufen auch noch nicht rum wie die letzten Penner.
    • Muss ich mich komplett anschließen.
      Gestern Morgen um 5 hatte ich einen türkischen Fahrer im Büro.
      Keine Spur von der üblichen Ungeduld oder Unfreundlichkeit wenn nach dem Laden, zurück ins Büro gekommen werden muss. Außerdem, Fahrer und LKW super gepflegt und bessere Deutschkenntnisse als 80% der Osteuropaspedis.
      Bei der Gelegenheit hab ich mir dann auch direkt erzählen lassen, dass er Unternehmer ist mit 5 eigenen Planen + 1 Kipper, nebenbei noch eine Werkstatt und 2 Taxen in Kayseri hat. Also sehr bemüht der Mann.

      War ein Axor mit der Aufschrift Nuhoglu. Ob das sein Firmenname, oder der Name eines Spedis ist, weiß ich leider nicht. Hab ihn dann hinterher noch draußen beim Frühstücken gesehen, mit Gaskocher und Campingstuhl. Hat ein bisschen was von Orientverkehr in den 70ern :))