LKW Proteste in Ecuador und Kolumbien

    • LKW Proteste in Ecuador und Kolumbien

      Kolumbianische und ecuadorianische Kaufleute und Trucker protestieren gegen eskalierende Handelskriege zwischen beiden Nationen
      Kolumbianische und ecuadorianische Lkw-Fahrer und Händler protestieren gegen einen Grenzübergang gegen einen Handelskrieg zwischen ihren Ländern

      Colombian and Ecuadorian merchants and truckers protest escalating trade war between both nations - ABC News
    • Daeumling schrieb:

      ... und da sollen wir in Zukunft einen Großteil unserer Lebensmittel herbekommen, die heimische Landwirtschaft opfernd.

      Wir haben aus Corona rein garnix gelernt.
      Yep, die Bananen aus Ecuador bedrohen natürlich massiv die heimischen Anbauer oben an der Küste in Mecklenburg-Vorpommern.
      Für die Kaffeebauern in Oberbayern und im Westmünsterland ist der Import von kolumbianischem Rohkaffee auch existenzbedrohend ;)
      @Daeumling: Sorry, da konnte ich jetzt nicht widerstehen :)

      Ich schätze es geht dir um das Mercosur-Abkommen zwischen der EU und den vier Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay).
      Unsere Agrarwirtschaft und erst recht die kränkelnde dt. Industrie ist auf den Export und bessere Marktchancen in Drittstaaten angewiesen.
      Einigeln, Mauer hochzuziehen und im eigenen Schrebergärtchen rumzukrautern wird der deutschen Wirtschaft am meisten schaden.

      Hier die Infos vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium.
      Die Bayerische Staatsregierung ist ja ziemlich unverdächtig, dass sie nicht die Interessen der heimischen und speziell der kleinflächigeren bayerischen Landwirtschaft beinhart verteidigt.
      FAQ Mercosur-Abkommen - Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus
      Bei Rindfleisch entspricht die dadurch zollbegünstigte Quote zwei Prozent der Marktmenge bzw. jährlich 200g pro EU-Einwohner.

      Auch interessant:
      Mercosur-Abkommen: „200 g Rindfleisch pro EU-Bürger – das kann den europäischen Markt nicht destabilisieren“ - WELT

      Wenn jetzt im EU-Parlament die Moralapostel der deutschen Grünen zusammen mit Rechtsaußen und Linksaußen das Abkommen blockieren, ist es schon eine interessante Konstellation.
    • Vielen Dank das Du mir die Nostalgiebrille von der Nase genommen hast.

      Als Landei fühle ich mich der Landwirtschaft sehr verbunden, und heimische bzw. regionale Versorgung ist für mich ein hohes Gut. Ob alles was aus dem Ausland kommt unseren strengen Produktionskriterien in der Landwirtschaft entspricht wollen wir mal dahin gestellt lassen; da gibt's aber genug die sich Kraft Amtes drum kümmern müssen. Wer bislang seine Produkte beim Landwirt vor Ort im Hofladen gekauft hat, der wird das auch weiterhin tun. Und selbst dieser Landwirt bietet dann auch schon mal Rindfleisch aus Argentinien an.

      Am Ende gebe ich Dir Recht. Strategische Allianzen werden immer wichtiger. Wenn wir den Produktionsstandort Deutschland erhalten wollen müssen wir neue Märkte erschließen und an uns binden. Da ist das Mercosur-Abkommen immens wichtig.

      Auch das gewisse Produktionen in Deutschland halt nicht zu Weltmarktpreisen möglich sind (Kollege von mir hat eine Bioethanolbrennerei. Die steht aber still weil er das Produkt in Übersee zu Preisen kaufen kann für die er hier nicht produzieren kann) muss konstatiert werden um sich anderweitig neu zu erfinden.