Tagesruhezeit LKW-Fahrer

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    • Tagesruhezeit LKW-Fahrer

      Hallo,

      ich hätte mal eine Frage zur Tagesruhezeit.

      Fahrer ist gestern um 19:40h losgefahren, kommt heute morgen nach Entladung 8:30h ins Hotel um seine Tagesruhezeit zu nehmen. Gesamtfahrzeit ca 8,5h.

      Wann darf er frühestens wieder los fahren?

      nach 9h also ca. 17:30h?

      oder muss er - 24h Zeitraum - bis 19:40h warten ?

      Danke schon mal im Voraus für die Antwort...
    • stahltrucker schrieb:

      mit vollständiger Ableistung einer tägl. Ruhezeit ( verkürzte 9er oder richtige 11er ) beginnt ein neuer 24 Stunden-Zeitraum in dem die nächste Ruhezeit liegen muss !

      Also heisst dass z. B. wenn der Fahrer heute eine Retourladung um 18:00h lädt und morgen früh um 3:00h nach Hause kommt, dann könnte er wieder um 12:00h losfahren?

      So wie ich das verstehe ist dies drei mal die Woche zwischen den Wochenruhezeiten möglich.

      Fahrer hatte Sa-Mo. frei, und wird auch wieder jetzt am Sa.-So. frei haben.
    • Naja Ratespiel kann man wirklich dazu sagen.

      Ich komme dabei nur nicht klar mit dem Begriff "24h-Zeitraum".

      Der erste Zeitraum von 19:40h - 17:30h hat ca. 22h.

      Der darauffolgende von 17:30h - 12:00h nur noch 20,5h.

      Dann Fährt er viell. noch bis 22:00h+9h =7:00h ist ein Zeitraum von 19h.

      Dann gehts retour ins WE...

      Wäre das nicht zu beanstanden?
    • Der 24 Stunden-Zeitraum ist immer der Zeitraum beginnend mit dem Ende der letzten Ruhezeit. Die 9 bzw. 11 Stunden-Pause muß innerhalb der nächsten 24 Stunden erfolgen. Hat der Fahrer schon 13,5 Stunden Schichtzeit weg, kann Du ihn auch 15 Stunden machen lassen, allein es bringt nichts, da nur noch 10,5 Stunden Pause gewertet werden. Und damit hast Du nie einer 11er voll.

      Das sollte eigentlich eine gut zu verstehende Angelegenheit sein ohne Interpretationsspielraum. Wenn der Zündschlüssel gedreht wird und der Bock die erste Radumdrehung macht, läuft die Zeit.
      Toleranz ist der Verdacht, das der andere Recht hat . Kurt Tucholsky

      Ein chinesisches Sprichwort sagt: Schläfst du ein mit Hintern der juckt, wachst du auf mit Finger der stinkt!
    • Danke dass ihr weiter geantwortet habt.

      aber ich verstehe nicht, dass es unterschiedliche Meinungen über den Zeitraum geben soll. Steht doch alles im Gesetz.


      VO 561/06

      Artikel 8 Abs 2
      Innerhalb von 24 Stunden nach dem Ende der vorangegangenen täglichen oder wöchentlichen Ruhezeit muss der Fahrer eine neue tägliche Ruhezeit genommen haben.
      Beträgt der Teil der täglichen Ruhezeit, die in den 24-Stunden-Zeitraum fällt, mindestens 9 Stunden, jedoch weniger als 11 Stunden, so ist die fragliche tägliche Ruhezeit als reduzierte tägliche Ruhezeit anzusehen.
    • Ein Tip:

      einfach mal eine Weiterbildung BKrFQG LKW Modul 2 besuchen - da wird alles ausführlich behandelt. Und es gibt eigentlich keinerlei Spielräume oder persönliche Auslegungsmöglichkeiten



      Ich empfehle jedem Disponenten den Besuch des entsprechenden Moduls - und dann wird er vielleicht manches aus einem anderem Blickwinkel betrachten
      Mann kann ein Auto nicht wie ein menschliches Wesen behandeln - ein Auto
      braucht Liebe. Zitat: Walter Röhrl
    • Krischan schrieb:

      @hurgler0815
      Pardon, aber hier bin ich von Deinem Beitrag überfordert.
      Möchtest Du hier jemanden das 2. Modul andienen, oder einen Lösungesbeitrag formulieren?
      @Krischan

      Ich möchte niemandem etwas aufdrängen, aber wer die schriftlichen Gesetzestexte (in diesen Fred bereits anderweitig reinkopiert) nicht versteht, dem ist nicht zu helfen. Und diese Leute haben irgendwann mal die Sach- und Fachkundeprüfung bestanden (sofern als Unternehmer tätig) und wissen solch elementaren Regelungen nicht - leider immer noch sehr oft im Alltag anzutreffen. Genausooft gibt es Disponenten, die nichts über L+R wissen(wollen) und meinen, daß sie im Fall des Falles fein raus sind.

      Mein Beitrag war ein gutgemeinter Tip, bevor es irgenwann einmal evtl. eine kostenpflichtige Anhörung und Belehrung von anderer staatlicher Seite gibt - was ist da so schwer zu verstehen?
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    • "Genausooft gibt es Disponenten, die nichts über L+R wissen(wollen) und meinen, daß sie im Fall des Falles fein raus sind."


      Sind sie doch auch. Wenn ich an der Ladestelle, wie letzte Woche, 7 Stunden warten muß obwohl lt. TA die Ware früh fertig sein sollte, ist doch noch nie der auftraggebende Disponent oder der Versender belangt wurden, selbst wenn ich schriftlich nachweisen kann, daß ich auf die Lenk- und Schichtzeiten hingewiesen habe. Hier liegt für mich ein klarer Fehler im System, da ich mir von 50 € Standgeld nichts kaufen kann, wenn ich danach in eine Kontrolle komme. Also warum sollte sich der Disponent um dieses Problem auch nur ansatzweise einen Kopf machen.

      Zum 24 Stunden-Rythmus wurde hier eigentlich alles gesagt. Es gibt keine Interpretationsmöglichkeiten. Abweichende Meinung basieren schlichtweg auf Unwissenheit. Unabhängig davon würde ich bei manchen Disponenten die Module auch zur Pflichtaufgabe machen. Könnte wirklich nicht schaden, wenn man so ungefähr wüßte, wovon man jeden Tag redet. z.B. bin ich manchmal erschüttert, wie wenig Kenntnisse aus der ADR vorhanden sind. Die dürften bei mir kein Gramm Gefahrgut verkaufen. Da würde ich die Grundquali ADR auch gleich noch mit zur Pflicht machen.

      mfg thommy
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    • hurgler0815 schrieb:

      aber wer die schriftlichen Gesetzestexte (in diesen Fred bereits anderweitig reinkopiert) nicht versteht, dem ist nicht zu helfen

      Doch, dem wäre zu helfen. Mit kompetenter Auskunft.
      Beispielsweise: Ich habe zwar meine Sach- und Fachkunde gemacht, habe diese aber seit diversen Jahren in der Schublade liegen, da sich die Dinge dann doch anders entwickelt hatten als damals gedacht.
      Ich fühle mich nicht kompetent hier eine Aussage zu treffen. Sonst täte ich das. Gesetze und Vorschriften bedürfen immer der Auslegung und der Interpretation. (Das habe ich an einem praktischen Beispiel 08 in PL gelernt. :wacko: )

      hurgler0815 schrieb:

      was ist da so schwer zu verstehen?

      Das ist nicht schwer zu vestehen. Was ich anmerken wollte ist, daß ich es hillfreicher gefunden hätte, das Rätsel einfach aufzulösen. Und nicht erneut darauf hinzuweisen, daß es hier wohl ein Rätsel gibt.
    • ist doch ganz einfach:

      Schicht- inkl. Fahrzeit darf max 15 Stunden pro 24 Std. betragen, um noch mind. 9 Std. (Innerhalb der 24 Std.) Ruhezeit einhalten zu können. Da ich aber nur 3 x 9 Std. verkürzte Ruhezeit pro Woche machen darf, kann ich auch nur 3 x pro Woche 15 Std. Schichten fahren. Und wie schon geschrieben wurde. die 24 Std. beginnen immer mit Beginn des neuen Arbeitstages. D.h. ich kann meine Mitarbeiter (oder mich selbst immer nur so lange einsetzen, daß ich SPÄTESTENS 24 Std. nach BEGINN des Arbeitstages die 9 oder 11 Std. Ruhezeit ABGESCHLOSSEN habe.

      Bin ich oder mein MA früher mit der Arbeit fertig, kann ich dementsprechend früher - natürlich nach Erreichen der 9 oder 11 Std. Ruhezeit - wieder mit der Arbeit beginnen. Weniger Arbeiten darf man, weniger Pause machen allerdings nicht.

      Gruß
      Roland
      Das meiste Geld wird man beim Bezahlen los.

      Wilhelm Busch